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Eine Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis genannt kann nicht nur äußerst schmerzhaft sein, sondern tritt bei vielen Menschen immer wieder auf und wird somit zum lästigen Begleiter. Vor allem Menschen, die unter einem geschwächten Immunsystem leiden, Diabetes haben oder rauchen sind häufig betroffen. Eine weitere Gruppe, bei denen Zahnfleischentzündungen immer wieder vorkommen und sogar zum Zahnverlust führen können, sind schwangere Frauen. Das liegt vor allem an der hormonellen Veränderung während dieser besonderen Zeit, in der sich die Speichelzusammensetzung stark verändern kann.

Die gute Nachricht lautet jedoch: Gingivitis ist nicht nur sehr gut behandelbar, oft reicht das ein oder andere Hausmittel aus, um das Problem in den Griff zu bekommen und das ohne den Arzt aufsuchen zu müssen. Doch welche Symptome sprechen eigentlich dafür, dass es sich wirklich um eine Zahnfleischentzündung handelt und mithilfe welcher Hausmittel lässt sich eine solche wirksam behandeln? Und kann auch eine Munddusche bei der Vorbeugung von Entzündungen effektiv sein? All das klären wir in diesem Ratgeber.

Woran erkennt man eine Zahnfleischentzündung? Die Symptome im Überblick

Generell kann bei Gingivitis zwischen einer akuten sowie einer chronischen Zahnfleischentzündung unterschieden werden. Während es sich bei der ersten Variante um eine plötzlich auftretende Hautveränderung direkt am Zahnfleischrand handelt, zeichnet sich die chronische Gingivitis dadurch aus, dass sie sich über mehrere Wochen hinweg hartnäckig hält und auf den Zahnhalteapparat übergreift. Dies kann bis zum Zahnverlust führen. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass eine Zahnfleischentzündung vor allem im akuten Zustand nicht immer schmerzhaft sein muss. Es gibt allerdings andere Anzeichen dafür, dass es dringend zu handeln gilt, um die eigene Zahngesundheit zu erhalten.

Bei folgenden Symptomen ist Vorsicht geboten:
• Zahnfleischbluten, das plötzlich oder immer nach dem Zähneputzen auftritt
• weiches Zahnfleisch, das sich vom Zahn zu lösen scheint
• geschwollenes oder gerötetes Zahnfleisch
• Mundgeruch

Diese Hausmittel helfen gegen Zahnfleischentzündungen

Generell sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die beste Möglichkeit um Zahnfleischentzündungen zu bekämpfen ist, diese erst gar nicht auftreten zu lassen. Dabei spielt Mundhygiene eine ganz entscheidende Rolle, denn achtet man darauf, zweimal täglich Zähne zu putzen und anschließend eine antibakterielle Mundspülung zu verwenden ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass sich Bakterien festsetzen können, die für die Entstehung der Gingivitis verantwortlich sind. Wie bereits erwähnt, muss jedoch nicht immer mangelnde Zahnhygiene der Grund dafür sein, dass es zu einer Zahnfleischentzündung kommt. Ist es erstmal soweit gekommen, dürfen darf die Entzündung des Zahnfleisches keineswegs einfach ignoriert werden, da sich die Symptome ansonsten in den meisten Fällen verschlechtern und es zu einem Zahnfleischrückgang kommt, der bis zum Zahnverlust führen kann.

Stattdessen ist es besser zu einem der folgenden Hausmittel zu greifen, um die Gingivitis innerhalb kürzester Zeit wieder loswerden zu können bzw. der Entstehung einer solchen vorzubeugen:

Das sanfte Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung, das (fast) jeder zu Hause hat – die Kamille

Kamille kommt bereits seit Urzeiten zum Einsatz wenn es darum geht, Entzündungen jeglicher Art zu bekämpfen und das völlig zu Recht. Die Wirkstoffe dieser Pflanze sorgen nämlich dafür, dass Bakterien abgetötet werden, Schwellungen zurückgehen und das Gleichgewicht im Mundraum wiederhergestellt wird. Sollte man unter einer Zahnfleischentzündung leiden bzw. einer solchen vorbeugen wollen, handelt es sich hierbei um das perfekte Hausmittel, denn alles was man tun muss, ist Kamillentee zu kochen, diesen abkühlen zu lassen und den Mundraum in regelmäßigen Abständen mit der Flüssigkeit auszuspülen.

Simpel und dennoch effektiv – Salz als Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen

Ein weiteres einfaches Hausmittel das betroffenen Personen gut helfen kann, eine auftretende Zahnfleischentzündung schnell in den Griff zu bekommen ist Salz. Alles, was man dafür tun muss ist einen Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmen Wasser aufzulösen und mit dieser Flüssigkeit den Mundraum direkt nach dem Zähneputzen auszuspülen. Das Salz sorgt dafür, dass schädliche Bakterien, die sich im Mundraum befinden abgetötet werden und Entzündungen schneller abheilen. Es handelt sich hierbei auch um das perfekte Hausmittel für schwangere Frauen, die verhindern möchten, dass es überhaupt zur Entstehung einer Zahnfleischentzündung kommt, ohne auf chemische Mundspülungen zurückgreifen zu müssen.

Die Wunderwaffe aus Australien – mit Teebaumöl erfolgreich gegen Givingitis vorgehen

Galt Teebaumöl noch vor einigen Jahren in unseren Breitengraden als absoluter Geheimtipp, hält es mittlerweile Einzug in immer mehr Arzneischränken sowie Badezimmer und das auch völlig zu Recht. Das in Australien bereits seit langer Zeit eingesetzte Hausmittel hat sich nämlich im Kampf gegen zahlreiche verschiedene Erkrankungen als äußerst effektiv erwiesen und auch bei Zahnfleischentzündungen kann es betroffenen Personen dabei helfen, die lästigen Beschwerden innerhalb kürzester Zeit wieder loszuwerden. Teebaumöl sorgt nicht nur dafür, dass die Entzündung innerhalb kürzester Zeit zurückgeht, auch der Heilungsprozess wird dank des Öls aus Australien um ein Vielfaches beschleunigt, da die Bakterien keine Chance haben, sich aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung weiter zu vermehren.
Die Anwendung des Teebaumöls ist dabei ebenfalls simpel, denn es können einfach ein paar Tropfen in ein Glas warmes Wasser gegeben werden, um den Mundraum mit dieser Flüssigkeit zu spülen. Bei sehr starken Entzündungen ist es zudem möglich, die betroffene Stelle direkt mit ein paar Tropfen sowie einem Wattestäbchen zu behandeln.

Die Hilfe aus dem Gewürzregal – mit Ingwer im Kampf gegen Zahnfleischentzündungen

Ein weiteres Hausmittel, das sich großer Beliebtheit erfreut wenn es darum geht, eine Gingivitis erfolgreich zu bekämpfen ist der Ingwer. Bei vielen Menschen kommt dieser bereits zum Einsatz, um Erkältungen schneller und vor allem auch ohne den Einsatz von chemisch hergestellten Tabletten wieder loszuwerden. Ingwer verfügt nämlich über eine äußerst starke antibakterielle und vor allem auch entzündungshemmende Wirkung, weshalb es auch immer wieder als natürliches Antibiotikum bezeichnet wird. Um nun eine Zahnfleischentzündung mithilfe der weißen Knolle auf effektive Weise loszuwerden, schneidet man einfach ein kleines Stück von dieser ab, bevor man die holzige Schale entfernt. Anschließend legt man die Scheibe direkt auf die entzündete Zahnfleischstelle und lässt diese für einige Zeit auf der besagten Stelle. Wem der Geschmack des Ingwers zu intensiv ist, der kann auch einen Aufguss aus heißem Wasser und Ingwer herstellen und mit der entstandenen Flüssigkeit den Mundraum ausspülen. Die Anwendung des Ingwers sollte mehrmals am Tag erfolgen, um möglichst schnelle und vor allem auch nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Gegen Zahnfleischentzündungen mit den richtigen Hausmitteln

Bei den ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündungen ist es sinnvoll, direkt auf eines der besagten Hausmittel zurückzugreifen, um sich auf diese Weise nicht nur lästige Schmerzen, sondern vor allem auch den Gang zum Zahnarzt ersparen zu können. Sollten diese jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg keinerlei Wirkung zeigen und sich die Entzündung vielleicht sogar verschlimmern, ist es wichtig dennoch den Zahnarzt aufzusuchen um etwaige andere Zahnfleischerkrankungen ausschließen zu können.

Wie kann eine Munddusche zur Heilung und Vorbeugung von Gingivitis beitragen?

Mit einer Munddusche lassen sich natürlich Zahnfleischprobleme, wie Zahnfleischentzündung effektiv vorbeugen. Eine Munddusche sorgt mit ihrem Wasserstrahl dafür, dass Plaque und somit Bakterien auch an Stellen entfernt werden, an die die Zahnbürste nicht hinkommt.

Natürlich kann dies auch beim Abheilen der Entzündung sehr förderlich sein, wenn man das wunde Zahnfleisch mit einer Munddusche sauber hält.